Peli-Koffer - Mit dem Auto drüber ...
Im Mai 2001 haben wir es getan!
Im Mai kamen drei Zufälle zusammen:
- Wir hatten endlich mal ein freies Wochenende und
konnten zum Tauchen nach Hemmoor fahren.
- Unseren knapp 10 Jahre alten und sehr weit
gereisten 1520 Peli Koffer hatten wir als
Ausrüstungskoffer für die Lungenautomaten dabei.
- Am Tauchplatz fand sich ein Landrover mit
extragroßer Sonderbereifung!
Im Peli Katalog gibt es ja die entsprechenden Werbefotos und
die "built tough" Peli Produkte haben bei uns bis
jetzt alles geschafft, was wir ihnen zugemutet haben. Was lag also näher als endlich auch mal über
einen Peli Koffer drüber zu fahren und zu gucken was dabei
so passiert :-)
Der Test
Der 1520 wird vollständig entleert und dann mit
rund 24 kg Tauchblei so schwer gemacht, dass er auf dem
rauen, betonfesten Untergrund sicher liegen bleibt.
Der Geländewagen (voll beladen mit reichlich
Tauchausrüstung, einem zusammenklappbaren Schlafcontainer
auf dem Dach und einem ausgewachsenen 90 kg Mann am
Steuer) fährt mit zwei bis drei Metern Vorlauf auf
den Koffer und bleibt darauf stehen.
Es lasten etwas mehr als 2 Tonnen auf
unserem Veteranen. Alles hat der Koffer schon hinter
sich gebracht: UV-Licht en masse, Abstürze direkt aus
dem Flugzeugfrachtraum auf das Rollfeld in Kairo,
mehrere Stürme in der Karibik, aber nun kommt es noch
härter... |
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Wir haben mit der Aktion reichlich Zuschauer
angezogen und alle wollen gucken. Der Fahrer steigt
aus, guckt auch und soll, nachdem er wieder
eingestiegen ist, möglichst langsam wieder vom Koffer
runterfahren. Der Wagen steht ungünstig und
mehrmaliges zu vorsichtiges Gasgeben führt zu einer
schaukelnden Bewegung des Rades auf dem Koffer. Der
Koffer stöhnt, aber bleibt "hart". Der Deckel dellt etwas ein, der Koffer bleibt
aber in Form. Dann hat der Rover endlich genug Schwung und
rollt über die Kante ab. Dabei "ploppt" es
plötzlich und die Ringe der Scharniere geben ihren Geist auf
(Bild). |
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Abb. links das Scharnier eines neuen Koffers.
Die Scharniere
Bei der Inspektion des geknackten Scharniers
stellen wir fest, dass Peli bei der Produktion der
Koffer geköpfte VA-Stahlnägel als Scharnierachsen
einsetzt. Die Scharniere sind somit absolut rost-
und korrosionsfrei!
Abb. rechts das Scharnier unseres
Veteranen nach dem ersten Durchgang |
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| Nun wollen wir es genau wissen. Wir legen den
jetzt losen Deckel auf das Kofferunterteil und der Rover
fährt ein zweites Mal langsam über den Koffer. Durch
die geknackten Scharniere ist der Deckel ohne Halt. |
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Schon beim Herauffahren auf den Koffer
verrutscht der Deckel unter dem Gewicht des Wagens.
Die Nut des Deckels bricht an mehreren Stellen aus. Damit ist die Stabilität stark
vermindert.

Abb.: Die Nut im Kofferdeckel,
die auf dem Kofferunterteil sitzt, verleiht dem
Peli Koffer bei geschlossenem Deckel seine
Stabilität. |
Die Wanne des Kofferunterteiles wird
nicht mehr vom Deckel zusammengehalten und die
senkrechte Kofferwand unter dem
Reifen reißt ein. Sie lesen richtig. Der
Koffer zerbricht nicht, sondern reißt ein! Das
Material ist einfach unglaublich zäh! Und das
sogar noch fast ein Jahrzehnt nach der
Herstellung! Dennoch gibt der Koffer nicht nach und
kollabiert auch im zweiten Durchgang nicht!
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Abb.: Als der Deckel verrutscht, lastet das
gesamte
Gewicht des Wagens direkt auf der senkrechten
Kofferwand.
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Abb. links: Die senkrechte Wand des Peli
Koffers ist nach dem zweiten Durchgang eingerissen
Die Unterseite
Die Unterseite des Koffers ist nach zwei
Überfahrten und nach Rutschen auf den betonharten
Lehmboden lediglich grob zerkratzt (siehe Bild
rechts), aber ohne Strukturschaden.
Ein Material, dass diese Belastungen aushält
kann wohl zurecht als uneingeschränkt tauglich auch für
schwerste Beanspruchung bezeichnet werden! |
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Eine weitere Erkenntnis, die wir aus unserem kleinen
Experiment mitgenommen haben: Je größer der Koffer, desto
mehr "Spiel" hat die Oberfläche, desto elastischer
reagiert sie auf mechanische Kraft.
Unser Tipp: Beim Verpacken von Ausrüstung in
die großen Koffer ausreichend Polstermaterial einplanen, das
gegebenenfalls nachgeben kann! Zwei bis fünf Zentimeter
Schaumstoff sollten es auf jeden Fall rundherum sein. Im
Zweifelsfalls lieber das nächst größere Modell kaufen! Was
nützt es, wenn der Koffer elastisch nach der Belastung in
seine Ausgangsposition zurückkehrt, der Inhalt aber
"klein" bleibt.
Und jetzt erst Recht unsere Aussage: Pelicases
sind schlagfest, luftdicht, wasserdicht,
staubdicht, schwimmfähig mit fast jedem Inhalt! Es gibt kaum einen Ort der Erde an dem ein Pelicase
nicht überleben und seinen Inhalt schützen würde! Darum
gibt es bei uns: 10 Jahre
Garantie* auf alle Koffer für den
Erstbesitzer...
* Wer seinen Pelicase absichtlich mit dem Auto,
einem Panzer oder der Kettensäge angeht, der verliert leider
seinen Garantieanspruch!
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