Technische Details der Sauerstoffgerätschaften
Bei Sauerstoff-Systemen gibt es nicht nur international,
sondern auch national verschiedene Anschlüsse und technische
Unterschiede. Auf dieser Seite wollen wir Ihnen zumindest bezüglich
der von uns angebotenen Komponenten eine möglichst anschauliche
Übersicht der technischen Details zur Verfügung stellen.
1. Technische Standards
1.1. Med. Sauerstoff-Flaschenventile
1.2. Druckminderer Anschlüsse
1.3. Mitteldruckabgänge am med. Sauerstoff-Druckminderer
1.4. Niederdruckabgänge am med. Sauerstoff-Druckminderer
1.5. Demandventile - Schraub-/Steckanschlüsse (Verbindung zum
Druckminderer)
1.6. Demandventile - Anschlüsse für
Masken 2. Wartung, TÜV
2.1. Flaschen-TÜV
2.2. Wartungsintervalle für med. Sauerstoff-Druckminderer
2.3. Wartungsintervalle für Demandventile
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1.1. Med. Sauerstoff-Flaschenventile
In Deutschland, Österreich und der Schweiz findet als Ventil
für medizinischen Sauerstoff das DIN 477 Nr. 9, G 3/4" Ventil Verwendung.
In anderen Ländern gibt es eine Vielzahl von anderen Ventiltypen.
Da vor allem Taucher in allen Ländern dieser Erde unterwegs sind,
sammeln wir seit mehr als acht Jahren die Informationen über
Sauerstoff-Ventile und haben eine bis dato einzigartige Seite im
Internet zusammengestellt.
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Abb.: DIN 477 Nr. 9 G3/4" O2 Ventil
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DIN 477 Nr. 9 Ventil für
200 bar Sauerstoff, Außengewinde, G
3/4"
Dieses Ventil wird in den folgenden Ländern
verwendet:
- Bulgarien
- Chile (hauptsächlich werden SMS 690 Ventile
benutzt)
- China
- Deutschland
- Österreich
- Israel
- Polen (SMS 690 Ventile werden auch benutzt)
- Schweiz
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Alle von uns angebotenen
Sauerstoff-Flaschen sind mit DIN 477 Nr. 9, G3/4" Ventilen
ausgestattet. Andere Ventiltypen, z.B. Pin Index, sind möglich.
Bitte fragen Sie uns. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot.
Sollten Sie einen Fülladapter für Ihre Sauerstoff-Flasche
mit DIN 477 Nr. 9, G3/4" Ventil für das Ausland benötigen, können wir
Ihnen für fast alle Sauerstoff-Ventilstandards dieser Erde
einen passenden Adapter anbieten.
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1.2. Druckminderer Anschlüsse
| Passend zu den DIN 477 Nr. 9, G3/4"
Flaschenventilen haben Sauerstoff- Druckminderer in
Deutschland, Österreich und der Schweiz normalerweise einen
DIN 477 Nr. 9, G3/4" Schraubgewinde. Die von uns angebotenen
Multifunktions-Druckminderer haben ebenfalls diesen Anschluss. Der
maximale Eingangsdruck beträgt 200 bar.
Sollten Sie Ihren DIN Sauerstoff-Druckminderer mit
ins Ausland nehmen wollen oder einen Druckminderer aus dem
Ausland mit einem anderen Anschlusstyp an eine deutsche DIN
477 Nr. 9, G3/4" Flasche anschließen wollen, so können wir
Ihnen für fast alle Sauerstoff-Ventilstandards dieser Erde
einen passenden Adapter anbieten.
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Abb: DIN 477 Nr. 9 O2 Schraubgewinde
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1.3. Mitteldruckabgänge am med. Sauerstoff-Druckminderer - Schraubanschlüsse
Je nach Hersteller unterscheiden sich die Mitteldruckabgänge.
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1.4. Niederdruckabgänge am med. Sauerstoff-Druckminderer
| Die Niederdruckabgänge an Sauerstoff-Druckminderern bestehen
meistens aus einer geriffelten Tülle von 4-6 mm Durchmesser.
DAN Druckminderer - 1 Abgang, einstellbar: 0,
1, 2, 3, 4, 6, 10, 15, 25 L/min
Oxyparat Druckminderer - 1 Abgang, einstellbar: 0,
1, 2, 3, 4, 6, 10, 15, 25 L/min
Dräger Alduk I Druckminderer - 1 Abgang,
einstellbar: 0, 0.5, 1, 2, 3, 4, 8, 15 L/min
An diesen Anschluss lassen sich zum Beispiel anschließen:
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Abb: O2 Niederdruckabgang
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1.5. Demandventile - Steck-/Schraubanschlüsse (Verbindung zum
Druckminderer)
Demandventile werden mit dem Druckminderer über einen
Mitteldruckabgang verbunden. Je nach Hersteller liegt der
Mitteldruck bei etwa 4-5 bar (Zum Vergleich: ein Autoreifen wird
normalerweise mit etwa 2 bar gefüllt). Daraus ergibt sich, dass
hier eine Schraubverbindung zwischen Druckminderer und Schlauch
nötig ist.
Schlauch für DAN/LSP Demandventil:
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Glatter weißer
Schlauch, etwa 1,80 Meter lang, beidseitig mit UNF 9/16" x 18
Überwurfmuttern beidseitig zur fingerfesten Verschraubung am Druckminderer und
am Demandventil. |
Schläuche für Mediline Demandventil / Mediline
Resuscitator:
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Glatter weißer Schlauch, etwa 1,50 Meter lang, beidseitig mit UNF
9/16"
Überwurfmuttern beidseitig zur fingerfesten Verschraubung am Druckminderer und
am Demandventil. |
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Glatter schwarzer
Schlauch, gestreckt etwa 2,10 Meter lang,
mit UNF 9/16"
Überwurfmutter (Innengewinde) und M12x1 Schraube (Außengewinde).
Zum Anschluss an Druckminderer mit M12x1 Abgang. |
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Gewendelter, klarer
Schlauch, gestreckt etwa 2,50 Meter lang,
beidseitig mit UNF 9/16"
Überwurfmuttern beidseitig zur fingerfesten Verschraubung am Druckminderer und
am Demandventil. |
Schläuche für Dräger Oxidem 3000:
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Gewendelter schwarzer Schlauch, etwa 1,50 Meter lang, auf der Demandventil-Seite fest mit dem Ventil verschraubt,
auf der Druckmindererseite mit DIN M12x1
Spannschraube (Bild rechte Seite)
Alternative Schläuche für das Dräger Oxidem 3000:
Für das Oxidem 3000 sind alternativ auch zwei
Schlauchausführungen (schwarzer Wendelschlauch, in 1,50 oder
3 Meter Länge) mit Stecker für die zentrale Versorgung - ZV - in
Krankenhäusern o.ä. Einrichtungen erhältlich (Bild linke
Seite)
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Abb.: Anschlussmöglichkeiten Dräger Oxidem 3000 |
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1.6. Demandventile - Steckanschlüsse für
Masken
Auf Demandventile können fast alle Standard
Sauerstoffmasken, Beatmungsbeutel und Endotrachealtuben aufgesteckt
werden.
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Das DAN/LSP Demandventil
aus US-amerikanischer Produktion wird mit einer Schraubkappe
geliefert:
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Innendurchmesser 15 mm, Außendurchmesser 22 mm
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Das DAN/LSP Demandventil kann somit sowohl mit allen Tuben
und Masken betrieben werden, die auf diese Schraubkappe passen, also
auch mit dem Resutator 2000 Beatmungsbeutel von Dräger. Die
Beatmungsbeutel von Laerdal und Ambu (Mark III) passen nicht.
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Das Mediline Demandventil
und der Mediline
Resuscitator (Demandventil mit Beatmungsfunktion) aus
schwedischer Produktion werden mit einer Schraubkappe
geliefert. Der Konus der Schraubkappe auf den die Maske aufgesteckt
wird ist um 360 Grad drehbar! Dies erleichtert das
Schlauchhandling im Einsatz!
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Innendurchmesser 15 mm, Außendurchmesser 22 mm
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Das Mediline Demandventil kann somit sowohl mit allen Tuben
und Masken betrieben werden, die auf diese Schraubkappe passen, also
auch mit dem Resutator 2000 Beatmungsbeutel von Dräger. Die
Beatmungsbeutel von Laerdal und Ambu (Mark III) passen nicht.
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Das Dräger Oxidem 3000 Demandventil
aus deutscher Produktion wird mit drei
Schraubkappenadaptern geliefert:
- 14 mm Innendurchmesser; 22 mm Außendurchmesser
- 23 mm Innendurchmesser; 28,5 mm Außendurchmesser
- 26,5 mm Innendurchmesser; 32 mm Außendurchmesser
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Abb: Dräger Oxidem mit Adapterkappen |
Das Dräger Oxidem 3000 kann somit sowohl mit allen Tuben
und Masken betrieben werden, die auf einen dieser
Schraubkappenadapter passen, also auch mit dem Resutator 2000
Beatmungsbeutel von Dräger und den Beatmungsbeuteln von Laerdal und
dem Ambu Mark III.
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2.1. Flaschen-TÜV
In Europa werden für medizinischen Sauerstoff fast ausschließlich
Stahlflaschen verwendet. In Deutschland müssen diese Flaschen alle
10 Jahre einer TÜV Prüfung unterzogen werden. Die Angaben zur TÜV
Prüfung sind auf dem Flaschenhals eingeschlagen. Die Firma Oxyparat
in München füllt nicht nur kostengünstig
med. Sauerstoff-Flaschen,
sondern führt bei Bedarf auch die nötige TÜV Prüfung durch.
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2.2. Wartungsintervalle für med. Sauerstoff-Druckminderer
Das Wartungsintervall von Sauerstoff-Druckminderern wird vom
Hersteller des jeweiligen Gerätes festgelegt und ist entweder
auf dem Gerät selber oder in der Gebrauchsanweisung angegeben.
| Die
von uns vertriebenen DAN und Oxyparat Multifunktions-Druckminderer sollen
alle 5 Jahre technisch geprüft und gegebenenfalls überholt
werden. Die Durchführung der Sicherheitstechnischen Kontrolle Ihres
Oxyparat oder DAN
Multifunktions-Druckminderes
bestellen Sie bitte
über den Online Shop und schicken Ihren Druckminderer danach
unter Angabe der Bestellnummer ein. |
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Abb.: Die Prüfplakette gibt Auskunft
über den Monat und
das Jahr der nächsten Prüfung, im Bild rechts z.B. 10/2005 |
Die
von uns vertriebenen Dräger Alduk Druckminderer sollen alle 6 Jahre technisch
geprüft und gegebenenfalls überholt werden. Die Wartung von Dräger Geräten kann in jeder der weltweiten
Dräger
Geschäftsstellen oder Betrieben der Dräger Tochterunternehmen
durchgeführt werden.
Nicht benutzte Geräte aller Hersteller sollten mindestens
alle 6 Monate wie folgt geprüft werden:
- Sind äußere Beschädigungen erkennbar?
- Wird bei angeschlossenem Druckminderer und geöffnetem
Flaschenventil am Manometer ein realistischer Druck angezeigt?
- Strömt Sauerstoff an der Niederdrucktülle aus?
- Sind Fließgeräusche wahrnehmbar? Z.B. beim Verschließen
der Niederdruckschlauchtülle mit dem Daumen?
Beim Auftreten von Fehlern setzen Sie sich bitte
umgehend mit uns in Verbindung.
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2.3. Wartungsintervalle für Demandventile
Die Wartungsintervalle für Demandventile variieren ebenfalls je
nach Hersteller.
Das DAN/LSP Demandventil (Modell L324-020) soll laut
Hersteller alle zwei Jahre getestet und gegebenenfalls überholt
werden. In Europa ist hierfür das Service Center von Life Support
Products / Allied Healthcare Products in England zuständig:
AHP European Service Centre
19 Pasture Road
Barton on Humber
South Humberside DN18 5HN
United Kingdom
Phone +44 (1652) 66 00 44
Fax +44 (1652) 63 33 99
Das Mediline Demandventil ist wartungsfrei
nach Medizinprodukte-Betreiberverordnung - MPBetreibV. Wischdesinfektion
oder Dampfsterilisation sind die einzigen nötigen Pflegemaßnahmen.
Das Dräger Oxidem 2000 und Oxidem 3000 Demandventil
sind laut Dräger wartungsfrei nach Medizinprodukte-Betreiberverordnung - MPBetreibV. Wisch, bzw. 45 Grad Celsius
Desinfektion (z.B. im Aseptor 9000) sind die einzigen nötigen Pflegemaßnahmen.
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