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Oxyparat
C. Allihn GmbH |
Fraunhoferstr. 9 A
82152 Martinsried |
Füllbetrieb
Reparatur
TÜV-Abnahme |
Telefon
Telefax |
089 / 58 50 80
089 / 58 81 66 |
Beipackzettel für medizinischen Sauerstoff
Zusammensetzung:
Die Druckgasflasche enthält Sauerstoff (O2),
Mindestgehalt 99,55% (V/V) O2
Anwendungsgebiete:
Eine Sauerstoffbehandlung ist angezeigt bei Zuständen einer
Sauerstoffverknappung (Hypoxia oder Hypoxämie), die verschiedene
Ursachen haben kann: Störungen der Lungenbelüftung aufgrund einer
Einengung der Atemwege (Laryngospasmus, Bronchospasmus) oder aufgrund
zentralvenöser bzw. neuromuskulärer Störungen der Atmungsregulation,
Störungen der Belüftung oder Durchströmung der Lungen aufgrund von
krankhaften Veränderungen des Lungengewebes z. B. Fibrose, akut
respiratorische Insuffizienz, Atelektasen, Lungenödem, Asthma,
Bronchiolitis, Emphysem), akute Blutarmut (Anämie oder Hämolyse
Vergiftungssymptome z. B. Cyanid-, Kohlenmonoxidvergiftung)
Schockzustände, Dekompressionskrankheit (Taucherkrankheit). In der
Anästhesie wird Sauerstoff auch im Gemisch mir Narkosegasen angewandt.
Dabei dient der Sauerstoffanteil (mind. 20%) als Träger und zur
Vermeidung einer Sauerstoffunterversorgung.
Gegenanzeigen:
Eine Sauerstofftherapie darf nur unter besonderer Vorsicht
durchgeführt werden bei: Neugeborenen, Fettsucht gleichzeitiger ACTH-
oder Glukokortikoidbehandlung, Patienten mit hoher
Kohlendioxidkonzentration im arteriellen (sauerstoffreichen) Blut,
Vergiftungen mit Substanzen, die die Atemtätigkeit herabsetzen,
Störungen der Atemkontrolle im Zentralnervensystem, Fieber.
Die Anwendung einer reinen Sauerstoffbehandlung sollte bei akuter
Atemschwäche (respiratorischer Insuffizienz auf der Basis einer
chronischen, obstruktiven Emphysembronchitis) wegen der drohenden
Abnahme der Lungenbelüftung nicht durchgeführt werden.
Nebenwirkungen:
Unter Beachtung der Gegenanzeigen sind Nebenwirkungen bei der
Anwendung mit normalem Sauerstoff nicht zu erwarten. Sei der
Sauerstoffbeatmung von Patienten mit verminderter Lungenbelüftung kann
es zu einem raschen Anstieg der Kohlendioxidwerte kommen. Bei einer
Behandlung mit 50%-igem Sauerstoff bis zu 7 Tagen sind keine klinisch
bedeutsamen Symptome beobachtet worden. Eine Verabreichung von 100%-igem
Sauerstoff über 24 Stunden, führt jedoch zu zellulären und
funktionalen Schädigungen der Lunge (Zellveränderungen des
Alveolarepithels, Sekreteindickung, Einschränkungen der Ziliarbewegung,
Atelektasen sowie Veränderungen des Minutenvolumens,
Kohlendioxidretention und pulmonale Vasodilatation). Das bedeutet, dass in der Regel bei einer Behandlung mit 1 bar (105 Pa)
Überdruck über längere Zeit oder bei noch höheren Sauerstoffdrücken
in der Atemluft nach einer kurzen Behandlung mit
Vergiftungserscheinungen (Hypoventilation, Azidose bis zur Entwicklung
eines Lungenödems) zu rechnen ist. Dabei ist zu beachten, dass eine zu
rasche Verminderung des Teildruckes eine lebensgefährliche
Sauerstoffunterversorgung (Hypoxämie) herbeiführen kann. Bei
Neugeborenen kann eine lang anhaltende und hoch konzentrierte (mehr als
40%) Sauerstoffbehandlung eine zur Erblindung führende
Augenlinsenschädigung (retrolentale Fibroplasie) verursachen. Darüber
hinaus besteht die Gefahr des Auftretens von Blutungen (pulmonale
Hämorrhagien) Zell- und / oder Funktionsstörungen in der Lunge
(fokalen Atelektasen sowie hyalinen Membranschäden mit diffuser
Lungenfibrose). Um die Entwicklung eines solchen Zusammenbruchs der
Lungenfunktion (bronchopulmonale Dysplasie) zu vermeiden, ist es
unerläßlich, während der Behandlung wiederholt den Sauerstoffdruck im
arteriellen (sauerstoffreichen) Blut zu überprüfen.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:
Keine bekannt
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:
Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Empfehlungen: Die
Behandlung mit Sauerstoff kann mit Hilfe verschiedener
Beatmungsverfahren vorgenommen werden: Durch einen Nasenkatheter, eine
Nasenbrille, eine Maske (z. B. Plastik-, Gummi-, Venturimaske mit fixer
Dosierung), einen Nasopharyngealkatheter, einen endotrachealen,
tracheostomen Tubus, ein Gesichtszelt, ein Sauerstoffzelt, ein
transportables Atemgerät. Für die (Durchführung der Beatmung sollte
die Sauerstoffzufuhr mengenmäßig individuell eingestellt werden, um
Vergiftungserscheinungen zu vermeiden. Der Volumenanteil von Sauerstoff
sollte, durch wiederholte Messungen des Sauerstoffgehaltes im
arteriellen (sauerstoffreichen) Blut kontrolliert, nur soweit erhöht
werden, dass eine ausreichende Sauerstoffsättigung erreicht wird
(Partialdruck 75 (+/- 10 mm Hg). Im Regelfall sollte die
Sauerstoffkonzentration des Atemgases unter 60% (450 mm Hg) liegen. Es
ist dafür zu sorgen, dass eine ausreichende Befeuchtung und Temperatur
des zugeführten Gases garantiert sind. Eine Sauerstoffbehandlung mit
Überdruck bedarf sorgfältiger ärztlicher Überwachung.
Bei Anwendung hoher Sauerstoffdrücke wird zunehmend der Stickstoff
aus den Lungenbläschen (Lungenalveolen) gewaschen. Um der Gefahr
verminderter Lungenbelüftung (infolge von Absorptionsatelektasen)
vorzubeugen, wird empfohlen, dem Atemgas 5-10% Stickstoff beizumischen.
Bei Neugeborenen sollte die Sauerstoffkonzentration nicht über 40%
ansteigen, um Risiken eines Schadens der Augenlinse oder eines
Zusammenbruchs der Lungenfunktion zu vermeiden. Die Gefahr des
Auftretens von Hirnschäden infolge einer Sauerstoffunterversorgung ist
bei arteriellen Sauerstoffdrücken von weniger als 40 mm Hg gegeben.
Für eine Langzeitbehandlung bei chronischer Lungenerkrankung wird eine
Sauerstoffkonzentration von 35% gut vertragen. Entsprechende Kenntnisse
zur erfolgreichen Durchführung einer Atembehandlung
(Inhalationstherapie) werden als bekannt vorausgesetzt.
Verfalldatum:
Dieses Arzneimittel Darf nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr
angewendet werden.
(Aufkleber OX1 Verwendbar bis: Monat. Jahr)
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren!
Hinweise:
Druckbehälter für Sauerstoff dürfen nicht mit toxischen,
schlafinduzierenden, zur Narkose führenden oder den Respirationstrakt
bei der Anwendung reizenden Substanzen behandelt werden. Bei Lagerung
und Verwendung von Sauerstoff sind insbesondere die
Unfallverhütungsvorschriften VBG 62 und die Druckbehälterverordnung
mit den technischen Regeln Druckgase zu beachten. Nur für Sauerstoff
zugelassene Armaturen verwenden; alle Leitungen und Armaturen sind öl-
und fettfrei zu halten!
Nur medizinischer Sauerstoff darf für medizinische Zwecke eingesetzt
werden. Eine missbräuchliche Verwendung der Druckgasbehälter und ihre
Füllung durch den Verbraucher oder Dritte ist nicht statthaft.
Hersteller ist die Firma Oxyparat GmbH. Es werden nur Flüssiggase der
Firma Linde, Höllriegelskreuth, verarbeitet.
Rauminhalt und Fülldruck sind auf der Flaschenschulter eingeprägt.
Umrechnungsfaktor: 1 bar ( = 105 Pa)
Sauerstoff für med. Zwecke wird nur in Stahlflaschen mit weißer
Schulter und weiß / orangem Aufkleber abgegeben.
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Sie haben ein Sauerstoff-System und wollen Ihre Flasche füllen
lassen?
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In Europa gibt es in allen Ländern Niederlassungen der großen
Gashersteller, wie zum Beispiel Linde, Air Liquide, Messer, AGA Gas,
usw. Wo in Ihrer Nähe eine Niederlassung ist, erfahren Sie
durch einen Blick in das Branchenbuch der Telefonauskunft.
Wenn Sie in Deutschland beheimatet sind, dann können Sie bei
uns kostengünstig einen Füllgutschein für Ihre Flasche erwerben.
Weitere Informationen hierzu gibt es auf der folgenden Seite...
Wenn Sie wissen wollen, wo Sie Ihre Flasche in Ägypten
oder auf den Malediven füllen lassen können, dann schreiben
Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.
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